Judo - Norddeutsche Meisterschaften Platz 7 für Finn Jung

Finn Jung, 1.SCN

Ohne große Erwartungen waren Finn Jung (1.SC Norderstedt) und sein Trainer Torben Heyl zu den diesjährigen Norddeutschen Meisterschaften der Altersklasse U15 nach Bremen gefahren. Der SCN-Kämpfer war in der Gewichts-Klasse -34kg als Nachrücker in das Feld gerutscht, ein anderer Kämpfer aus Hamburg hatte auf sein Startrecht verzichtet. „Wenn jemand so auf den Norddeutschen Meisterschaften starten darf, hält man den Ball erst mal flach“, so Trainer Torben Heyl, „wir haben uns hier keine großen Chancen ausgerechnet.“

Umso erfreulicher waren dann die Kämpfe in Bremer Universitätssporthalle für den Nachwuchskämpfer des 1.SCN. Im ersten Kampf ging es gegen den Kronshagener Michael Frank. „Hier hat Finn eine taktische Meisterleistung abgeliefert“, so Heyl, „er hat dafür gesorgt, dass sich seine Gegner gleich am Anfang des Kampfes eine Starfe einfängt und diesen Vorsprung bis zum Ende verteidigt.“

Durch ein Freilos stand Jung dann im Viertelfinale, hier ging es gegen Maximilian Schilke (JC Osnabrück). Dieser erwies sich dann aber doch als etwas zu gut für den Garstedter Kämpfer, am Ende siegte der Kämpfer aus dem Niedersachsen-Kader durch einen Haltegriff.

In der Trostrunde stand dann Luc Weigel vom Bramfelder SV als nächster Gegner auf der Matte. Gegen ihn hatte der SCN-Judoka noch auf den Hamburger Einzelmeisterschaften verloren. In Bremen drehte sich das Blatt zugunsten des Norderstedters, Finn gewann durch Ippon (ganzer Punkt, Kampfende) für einen Haltegriff.

Dann ging es gegen Tjelle Urban von der JG Sachsenwald. Dieser konnte eine Unaufmerksamkeit des SCN-Starters nutzen und seine Wurftechnik einmal zum Ippon durchbringen. Somit stand am Ende Platz sieben auf der Haben-Seite für den Kämpfer des 1.SC Norderstedt.

„Wenn man bedenkt, dass es für Finn das erste Jahr in der U15 ist, kann man mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein“, so sein Trainer anschließend, „Finn hat seine taktischen Vorgaben sehr gut umgesetzt, wenn wir da so weitermachen, ist ein Podestplatz im nächsten Jahr durchaus im Rahmen der Möglichkeiten.“